Swen Bastian :

Unterbezirksvorsitzender
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Bürgerversammlung 2012 - eitel Sonnenschein oder wahre Informationspolitik? :

Stadtpolitik

v.l.: Stadtverordnetenvorsteher Jörg Gaudl (SPD) und Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg (parteilos)

Am 16. November 2012 hat die zweite Bürgerversammlung dieser Wahlperiode stattgefunden und es ging um interessante und teilweise auch brisante Themen – wie zum Beispiel „Wohnen und Leben im Alter“ auf dem Areal ehemaliges Oberforstamt und um erneuerbare Energien, hier besonders um Informationen zur Windkraft und die Änderung des Flächennutzungsplans.

Handeln aus Überzeugung

Die erste Bürgerversammlung unter Leitung des Stadtverordnetenvorstehers Jörg Gaudl im vergangenen Jahr war noch auf viele Vorbehalte in den eigenen Reihen, in der Opposition aber auch beim Magistrat gestoßen. „Braucht man so etwas, sind die Themen wirklich so bedeutend und werden die Bürgerinnen und Bürger überhaupt kommen“, waren die Fragen, die damals intensiv diskutiert wurden. Diese erste Bürgerversammlung konnte jedoch durchaus als erfolgreich bezeichnet werden, gerade weil Themen – u.a. Breitbandversorgung – und Darstellung gepasst haben.

Einsicht mit dem Willen zur Fortführung

Insofern stand bei der Frage nach einer erneuten Bürgerversammlung in diesem Jahr nur noch der geeignete Termin zur Debatte. Zu diesem Umstand hat sicherlich auch beigetragen, dass Bürgermeisterin Dr. Richtberg nach der Veranstaltung des letzten Jahres feststellen konnte, in welchem Ausmaß eine Bürgerversammlung für den Magistrat eine gute Sache sein kann, um eben die eigene Arbeit, die eigenen Vorstellungen und das dazu notwendige Engagement einmal öffentlich, den Bürgern direkt darstellen zu können.
Deutlich wird dieses auch daran, dass nicht allzu lange danach eine Videobotschaft von ihr auf der städtischen Internetseite eingestellt wurde.

Klare Sprache sorgt für klare Ergebnisse

Die zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürger bei der jüngsten Veranstaltung und die lebhaften Diskussionen geben Anlass, auch diese Bürgerversammlung als gelungen zu betrachten und bestätigen den Stadtverordnetenvorsteher in seiner Auffassung, dass die Mitnahme der Bevölkerung bei den örtlichen Projekten unerlässlich ist, wie es schon im Wahlprogramm der SPD verankert ist.

Wer etwas bewegen will, muss aufeinander zugehen können und konstruktiv zusammenarbeiten. Früher nannte man das mal die guten Romröder Verhältnisse, die inzwischen bei manchem Beteiligten leider bisweilen einem sehr angestrengten Konkurrenzdenken gewichen sind.

Gegen Politikverdrossenheit ankämpfen

Dieses sollte im Interesse der Bürgerschaft vermieden werden, denn inhaltsloses Schwadronieren, vehementes Betonen der Ideenherrschaft und öffentliches Belehrungsgehabe stoßen den mündigen Bürger ab, der sich seine Meinung aus substanziellen Informationen selbst bilden will; wobei eine widerstreitende Lösungssuche nicht als Parteiengezänk gesehen wird.

Deshalb Anerkennung an die Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg bezüglich ihres Mitwirkens an einer wahrhaften Informationspolitik und Respekt für den Stadtverordnetenvorsteher Jörg Gaudl für seine Beharrlichkeit und seinen Glauben daran, dass nur der Wettbewerb um die besten Ideen und Köpfe das Gemeinwesen wirklich nach vorne bringen können.