Swen Bastian :

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Jusos fordern zu größeren Anstrengungen beim Klimaschutz auf :

Jusos

Verringerung der CO2-Emissionen – „Jeder kann einen Beitrag leisten“ – Junge Sozialdemokraten gegen „blinden Verbots-Aktionismus“ – Investitionen in Energieeffizienz und Zukunftstechnologien

VOGELSBERGKREIS. Anlässlich der Veröffentlichung des zweiten UN-Klimaberichtes rufen die Jusos Vogelsberg zu einem „raschen Umdenken“ in der globalen Energie- und Klimapolitik auf und fordern von allen Akteuren größere Anstrengungen zum Klimaschutz und zur Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen.
„Jeder kann einen Beitrag zur Verringerung des schädlichen Ausstoßes von Kohlendioxid leisten“, erklärte Swen Bastian (Alsfeld), Vorsitzender der Jusos in der SPD Vogelsbergkreis. So könnten etwa die privaten Verbraucher durch den Austausch von defekten Glühbirnen durch effizientere Energiesparlampen zum Stromsparen beitragen und damit auch die Emissionen des Klimakillers CO2 verringern.

Auf Grund der hohen Strom- und Energiepreise rechne sich der Kauf der in der Anschaffung teureren Energiesparlampen bereits nach wenigen Monaten. Danach würden die Verbraucher durch die genügsamen Lampen bei ihrer Stromrechnung Monat für Monat bares Geld sparen und obendrein noch einen aktiven Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten. Auch der Verzicht auf den Einsatz von „Stand-By“-Schaltungen an Elektrogeräten könne im Haushalt pro Jahr bis zu 80 Euro Stromkosten einsparen und dabei helfen den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
„Wir Jusos wenden uns klar gegen den blinden Verbots-Aktionismus, der aktuell im Zusammenhang mit dem Ziel des Klimaschutzes in Deutschland politisch diskutiert wird“, verdeutlichte Timm Hundsdörfer (Rainrod), Vorsitzender der Vogelsberger Jusos in der Doppelspitze. Aktionistische Vorschläge wie ein generelles Tempolimit auf den deutschen Autobahnen oder eine zusätzliche CO2-Abgabe für den Urlaubsflug seien in der Klimaschutz-Debatte wenig zielführend. Durch neue Verbote und Abgaben komme man dem Ziel einer nachhaltigen Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen keinen einzigen Schritt näher. „Für eine sinnvolle und gesellschaftlich akzeptierte Klima- und Energiewende braucht die Politik die Unterstützung der Bevölkerung. Bürger, Wirtschaft und Politik müssen Hand in Hand für den Klimaschutz arbeiten“, erklärte der stellvertretende Juso-Vorsitzende Jan Bohl (Schlitz). Restriktionen und neue Steuern seien dabei aber kontraproduktiv. Anstatt unüberlegt immer neue Verbote und Einschränkungen zu fordern, müsse die Politik nun durch finanzielle Anreize gezielt umweltfreundliches und energiesparendes Verhalten fördern und die Forschung und Entwicklung von energieeffizienten Zukunftstechnologien in Deutschland unterstützten.
„Im Bereich der erneuerbaren Energien sind in Deutschland in den vergangenen Jahren weit über 200.000 Arbeitsplätze entstanden. Um die führende Stellung der Bundesrepublik im internationalen Rennen um klimafreundliche Spitzentechnologie weiter auszubauen, müssen die erneuerbaren Energiequellen gerade auch in unserem eigenen Land stärker als bisher gefördert und genutzt werden“, forderte Benedict Gromes (Maar), stellvertretender Vorsitzender der Jusos Vogelsbergkreis. Der Export deutscher Klima-Spitzentechnologie in die aufstrebenden Schwellenländer und Staaten wie China oder Indien leiste einen enormen Beitrag zum Umweltschutz und sichere für Jahrzehnte Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland.
„Vor dem Hintergrund der offensichtlichen Zunahme extremer Wettersituationen ist ein schnelles und wirkungsvolles Handeln aller Staaten für den Klimaschutz unerlässlich“, hob Swen Bastian hervor. Das Leben kommender Generationen werde sich auf Grund der Eingriffe des Menschen in die Umwelt dramatisch verändern. Selbst wenn es möglich wäre, „den Schalter heute umzulegen und die Emissionen klimarelevanter Gase von heute auf morgen zu stoppen“, werde die Konzentration der Klimakiller in der Atmosphäre der Erde noch fast drei Jahrzehnte weiter ansteigen. „Die Schäden für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die ökonomischen Folgen des Klimawandels werden das Gesicht unseres Planten tief greifend verändern – und das vielleicht noch viel schneller als viele von uns heute glauben“, befürchtet Timm Hundsdörfer. Die Jusos wünschen sich deshalb, dass Deutschland eine „Vorreiterrolle“ beim Klimaschutz einnimmt und die „Chancen und Potentiale einer raschen Energiewende nicht durch ideologisch eingefärbte, parteipolitische Diskussionen zunichte gemacht werden“.