Swen Bastian :

Unterbezirksvorsitzender
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Swen Bastian mit 93% Zustimmung zum Landtagskandidaten der SPD gewählt :

Wahlkreis

Zu den ersten Gratulanten gehörten Landrat Manfred Görig (li.) und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Bürgerm

Die Vogelsberger SPD geht mit ihrem Kreisvorsitzendem Swen Bastian als Direktkandidat in die kommende Landtagswahl. Der 33 jährige Angestellte aus Alsfeld wurde auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz am vergangenen Samstag in Alsfeld-Eudorf mit 93 Prozent der Stimmen gewählt. Zuvor hatte Landrat Manfred Görig, der bis zu seinem Dienstantritt im Kreishaus im Juni selbst Mitglied des Hessischen Landtags war, seiner Partei Swen Bastian als Landtagskandidaten vorgeschlagen. „Wir brauchen in Wiesbaden einen engagierten Vertreter, der die Interessen des Vogelsbergs vertritt“, begründete Görig seinen Vorschlag. Swen Bastian bringe hierfür die notwendige persönliche und politische Erfahrung mit und wisse sehr genau um die Probleme aber auch die Chancen und Potenziale der Region. „Wenn die Mehrheit der Abgeordneten aus den Ballungsräumen kommt, ist es umso wichtiger einen starken Vertreter für den ländlichen Raum und die Menschen im Vogelsberg zu haben“, so Görig weiter. Auch der Kreisvorstand der Vogelsberger SPD hatte Bastian in seiner jüngsten Sitzung einstimmig nominiert.

In einer engagierten und sehr persönlichen Rede machte dieser anschließend gegenüber dem Parteitag nicht nur deutlich, was seine politischen Ziele sind, sondern auch warum er für ein Mandat im hessischen Landtag kandidieren möchte. „Durch eine schwere Erkrankung habe ich in Krankenhäusern und Arztpraxen Menschen kennengelernt, denen schlicht wegen der Zugehörigkeit zur falschen Krankenkasse sinnvolle Therapien und Untersuchungen vorenthalten wurden. Dies ist an Unmoral und Unanständigkeit nicht zu überbieten. Gerechtigkeit ist seit dieser Zeit für mich eine Grundfrage

aller Lebensbereiche“, sagte Bastian. Eine Gesellschaft müsse sich daran messen lassen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgehe. Dies gelte nicht nur im medizinischen Bereich, sondern auch in der Bildungspolitik. „Nirgends kann ein Bundesland so viel gestalten wie im Bereich der Bildung. Nach 12 Jahren schwarz-gelber Landesregierung ist Hessen meilenweit davon entfernt, Bildungsland Nummer 1 zu sein. Die Ungerechtigkeit im Schulsystem habe zugenommen und ein Aufstieg durch Bildung werde für viele Kinder immer schwieriger. Die falsche und schlecht gemachte Schulzeitverkürzung in der Mittelstufe G8 wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Politik, die nicht auf die Folgen der getroffenen Entscheidungen schaut, muss endlich Schluss sein“, appellierte Bastian an die mehr als 80 Delegierten. Eine SPD-geführte Landeregierung werde das „G8 Experiment“ beenden, zur 6-jährigen Mittelstufe zurückkehren und mit einer flexiblen Oberstufenzeit den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Schüler Rechnung tragen.

Ein besonderes Anliegen sei ihm darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Dieser werde von CDU und FDP trotz zweier heimischer Abgeordneter ganz offensichtlich vernachlässigt. Darüber täusche auch der sogenannte Kommunale Schutzschirm nicht mehr hinweg. „Dieser Schutzschirm ist aufgrund der kommunalfeindlichen Politik der Landesregierung notwendig geworden. Es ist schlicht unlogisch, den Städten, Gemeinden und Landkreisen zuerst Jahr für Jahr 344 Millionen Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich zu nehmen, um einen Bruchteil dieser Mittel gegen strikte Auflagen an einen Teil der Kommunen über den sogenannten Schutzschirm wieder zurückzugeben“, so Bastian. Besonders dreist sei es in diesem Zusammenhang, wenn sich der heimische CDU-Abgeordnete nun dafür loben lasse, dass die Landesregierung den Kommunen die notwendigen Mittel für die höheren Qualitätsstandards bei der Kinderbetreuung zur Verfügung stelle. „Der hessische Staatsgerichtshof hat das Land nach einer Klage des Städte- und Gemeindebundes zur Bereitstellung der Mittel verpflichtet. Wenn es CDU und FDP nun schon als Erfolg feiern, dass sie Urteile gegen die eigene Regierung befolgen, dann zeigt dies deutlich, wie nötig ein Regierungs- und Politikwechsel in Hessen ist“ so Bastian zum Abschluss einer Rede, für die er von den Delegierten der SPD-Ortsvereine mit langanhaltendem Applaus bedacht wurde.

Als Ersatzbewerber wählten die Delegierten im weiteren Verlauf der Wahlkreiskonferenz den 46jährigen Verwaltungsfachwirt Tobias Jost aus Grebenhain.